Risiken der modernen Entwicklung


Das erste Halbjahr 2019 liegt nun hinter uns. Es war von Verschärfungen und Verunsicherungen im politischen und gesellschaftlichen Bereich gekennzeichnet. Neben der politischen Großwetterlage möchte ich nur auf einige Schwerpunkte und deren Auswirkungen auf den Sicherheitsbereich hinweisen.

Die Diskussion um die Mobilität der Zukunft fokussiert sich auf die Verwendung von Elektromotoren bei den Autos der Zukunft. Diese Antriebe sollen CO2 neutral sein. Besorgte Stimmen verweisen auf die problematischen Ergebnisse einer ökologischen Gesamtbilanz und der zunehmenden Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen. Hinzu kommt, dass Brände von Elektroauto-Akkus praktisch nicht löschbar sind. Im Internet finden sich eindrucksvolle Bilder von brennenden TESLAs. Eine namhafte Sicherheitszeitschrift weist in Ihrer Ausgabe vom 12. Juni 2019 auf die Gefahren insbesondere in Garagen hin und formuliert erste Empfehlungen für geeignete Maßnahmen. Angesichts des derzeitigen Hypes werden diese warnenden Stimmen wohl verhallen.

Andere Menschen fragen sich, ob es eigentlich wirklich unproblematisch ist, dass wir unsere Umwelt immer stärker mit elektromagnetischen Wellen überfluten. Hinsichtlich der Elektroautos und der gewaltigen Akkus bleibt jedenfalls festzuhalten, dass daraus eine erhebliche Strahlenbelastung für die Passagiere erzeugt werden kann. Der Lösungsdruck für schwierige Herausforderungen führt zu erheblichen neuen Risiken.

Diese Schwierigkeit ergibt sich auch an anderer Stelle. In den vergangenen Wochen stand das Stromnetz kurz vor dem Zusammenbruch. Es ist im deutschen Stromnetz mehrfach zu kritischen Zuständen gekommen. Europäische Partnerländer mussten einspringen, um die Stromversorgung in Deutschland zu sichern. Die erforderliche Energie konnte nicht erzeugt werden. Das habe zu einem Absinken in der Netzfrequenz im gesamten europäischen Verbundnetz geführt. „Ein Blackout habe aber nicht gedroht“ wurde beruhigend kommuniziert.

An dieser Stelle fragt sich der geneigte Leser, ob hier gegen den bewährten Leitsatz der Krisenkommunikation verstoßen wurde, der da lautet: „Alles was du sagst, muss wahr sein, aber du musst nicht alles sagen, was wahr ist“. Welche fundamentalen Folgen ein großflächiger Blackout in Zentraleuropa haben würde, sollte spätestens seit dem gleichnamigen sehr realistisch geschriebenen Roman von Marc Elsberg bekannt sein. Bei der Diskussion um Alternativen in der Stromerzeugung werden wir lernen müssen, mit diesen neuen Herausforderungen umzugehen.

Für die lang andauernden Stromausfälle in Venezuela wurden seitens der dortigen Machthaber ausländische Cyberangriffe verantwortlich gemacht. Ähnliche Erfahrung machte vor einigen Jahren auch das kleine Estland, das nach Russland-kritischen Aktivitäten wochenlang unter Cyber-Trommelfeuer lag.

Schließlich sei auf die schöne neue Welt der Digitalisierung hingewiesen. Staunend stehen wir da und betrachten, was mit dem Internet of Things (IoT) alles möglich sein soll. Den vermeintlichen Annehmlichkeiten stehen zunehmend bislang unbekannte Risiken gegenüber: So würde ein Hackerangriff, bei dem 100.000 Klimaanlagen gleichzeitig gestartet werden, schnell die Belastungsgrenzen des Stromnetzes sprengen.

Wir können diese Tendenz in unserer „Hochrisikogesellschaft“ nur in sehr begrenztem Ausmaß stoppen. Wir können uns aber auf die Herausforderungen einstellen und lernen mit ihnen umzugehen. Dazu gehören sicherlich die verschiedenen Beratungsbereiche Risiko-, Notfall- und Krisenmanagement sowie die Informationssicherheit und der Datenschutz. Wir sehen uns hier in der Verantwortung, unsererseits einen Beitrag für die Bewältigung der „Risiken der modernen Entwicklung“ zu leisten.

Gerne sprechen wir mit Ihnen, wie Sie in Ihren Unternehmen auf diese Herausforderungen reagieren, die Kontinuität der Erbringung ihrer Services sicherstellen und welchen Beitrag wir leisten können. Verschaffen Sie sich auf unserer neuen Webseite einen Überblick über unser Ausbildungsprogramm. Mit unserem Schulungszentrum bieten wir hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten in einem persönlichen Umfeld.

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen

Klaus Bockslaff und Mathias Götsch

PS: Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung! Rufen Sie uns unter +41 44 910 9909 (CH) bzw. +49 6324 926 89 94 (D) an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an Klaus.Bockslaff@verismo.ch. Wenn Sie weitere Informationen von uns nicht mehr erhalten wollen, so teilen Sie uns dies bitte per E-Mail mit unter contact@verismo.ch

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